Vernichtet die Digitalisierung Arbeitzplätze?

Warum einzelne Menschen große Angst vor der Digitalisierung haben – zu Recht!

Immer wieder habe ich gehört, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze vernichtet. Häufig wurde ich auch gefragt, ob das wirklich so ist. Ich habe mich auf die Suche nach Antworten begeben und diese hier zusammengefasst.

Ob die Digitalisierung wirklich Arbeitsplätze vernichtet – und wenn ja, welche erfährst Du in diesem Artikel.

Was macht Digitalisierung mit unserer Arbeit?

Wenn ein Unternehmen ein Projekt zum Thema „Digitalisierung“ startet, bedeutet das meist, dass Geschäftsprozesse optimiert werden sollen. Das bedeutet gleichzeitig, dass manuelle Arbeit reduziert werden soll. Alles natürlich mit dem Ziel (Personal-)Kosten einzusparen.

Ich habe selbst einige Digitalisierungs-Projekte geplant, geleitet und durchgeführt. Diese hatten meistens ebenfalls das Ziel die Kosten zu reduzieren. Das primäre Ziel dabei lautete jedoch nicht Arbeitsplätze zu streichen oder Mitarbeiter zu entlassen…

Das aktuelle digitale Zeitalter sorgt dafür, dass unsere Arbeit immer effizienter wird. Das ist auch der Grund, wieso ich dieses Zeitalter so schätze. Ich liebe Effizienz – und daher liebe ich das aktuelle Zeitalter, welches den Druck auf Effizienz so sehr erhöht.

Wo kommt die Angst her?

Ich habe mir selbst die Frage gestellt wo die Angst, dass Digitalisierung Arbeitsplätze vernichtet, eigentlich herkommt. Der Grund scheint einfach: In der Vergangenheit wurden Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt. Im Industriezeitalter wurden immer weniger Mitarbeiter für die Fertigung durch immer mehr Fließbandarbeit etc. benötigt.

Durch diese optimierten Prozesse sind viele Menschen – besonders in westlichen Ländern wie Deutschland – zu reinen Sachbearbeitern geworden. Die Sachbearbeiter tun jeden Tag weitgehend das Gleiche. Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Der Sachbearbeiter hat verlernt sich weiterzuentwickeln. Er verdient gutes Geld für seine Standard-Aufgaben, hat eine klar definierte 40-Stunden-Woche, genug Urlaub und ist soweit zufrieden.

Diesem Sachbearbeiter fehlt schlicht und einfach die Fähigkeit sich vorzustellen wie sein Arbeitsplatz aussehen könnte in einer digitaleren Welt.

Wie sieht unser Alltag ehrlich aus heute?

Die meisten Menschen sind täglich 8 Stunden bei der Arbeit und können pünktlich Feierabend machen. Dann gehts nach Hause zum Abendessen und danach gehts entweder an den Computer (Facebook & Co. lassen grüßen) oder vor den Fernseher.

Im Schnitt schaut der Durchschnitts-Deutsche 4 Stunden Fern pro Tag! Da ich selbst in diesem Schnitt bei ungefähr 0,5 Stunden liege – und ich auch ein paar andere kenne, die kaum Fernsehen muss es also auch Menschen geben, die noch weit mehr Fernsehen jeden Tag nach der Arbeit.

In der Vergangenheit – zu Zeiten meines Opas z.B. – mussten die Menschen noch wirklich hart arbeiten für Ihren Lebensunterhalt. 10 Stunden am Bau und nach Feierabend noch schwarz gearbeitet – kein Problem. Am Wochenende noch einen Zweitjob, um sich auch mal einen Urlaub pro Jahr leisten zu können war keine Seltenheit.

Ich will die Vereinfachungen nicht schlecht heißen. Es ist gut, dass wir weniger körperliche Belastung benötigen, um das selbe Ergebnis zu erzielen. Es ist gut, dass wir uns mehr um unsere Kinder kümmern können, anstatt 3 Jobs parallel zu haben.

Gleichzeitig ist es jedoch auch so, dass wir durch diesen Luxus, den uns die Industrialisierung – und jetzt die Digitalisierung – gebracht hat, sehr faul geworden sind. Wir nutzen unsere „Freizeit“ ausschließlich für den Konsum von unnötigen Dingen wie Fernsehen oder unnötiges Shopping.

Digitalisierung verändert Arbeit

Durch die Digitalisierung werden Arbeitsplätze nicht gefährdet. Digitalisierung verändert unsere Arbeit lediglich. Die Fähigkeiten des menschlichen Hirns sind so viel wertvoller als sie mit Sachbearbeiter-Tätigkeiten tagein und tagaus zu verschwenden. Die Digitalisierung hilft uns, dass zu erkennen.

Diamanten entstehen nur unter hohem Druck. Die Digitalisierung erzeugt immer mehr Druck auf jeden Arbeitsplatz. Das führt entweder zu Veränderung hin zu Diamanten – oder eben zum Verlust des Arbeitsplatzes. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst.

Fazit

Ich möchte Unternehmen ermutigen, die Digitalisierung als Chance zu sehen die Welt zu verbessern. Gleichzeitig möchte ich Arbeitnehmern die Angst vor dem drohenden Arbeitsplatzverlust nehmen. Wenn jeder sein Hirn wertbringend für ein Unternehmen oder allgemein für die Menschheit einsetzt, ist kein Arbeitsplatz in Gefahr. Wer sich jedoch zurücklehnt und meint: „Da wird schon nix passieren“ – für den wird es ggfs. in naher Zukunft eng.

Macht euch also alle auf, die Welt – und besonders Deutschland – weiter zu digitalisieren, damit wir die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns wieder mehr nutzen können und somit viel größere Dinge bewegen können als nur unsere Sachbearbeiter-Aufgaben.

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Holger Stollenwerk

Holger Stollenwerk

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